Nachdem ich den Entschluss gefasst hatte meine Weltreise wirklich machen zu wollen, kam die große Phase des Planens.

Having decided to actually go on my world trip, the planning phase started.


Nach einer, zumindest gefühlt, ewigen Zeit des Recherchierens nach Diabetes und Weltreise im Internet, kam ich zu der Erkenntnis, dass selbst im Jahr 2013, das Internet noch nicht alle Informationen für einen bereithält.

Mein erster und schwierigster Schritt war natürlich etwas Geld für diesen Traum zusammen zu sparen. Hierfür habe ich sehr hart und zum Teil in mehreren Jobs gearbeitet.

Dann kam das nächste große und entscheidende Thema: eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung zu finden. Hierzu wendete ich mich zuerst an verschiedene Versicherungsmakler. Diese enttäuschten mich leider sehr. Im Schnitt lief es immer gleich ab: Man frägt bei Ihnen an, natürlich sind sie die besten Verkäufer und meinen das sie dieses Thema natürlich hin bekommen, nach einigen malen hin und her bekommt man irgendwann keine Antwort mehr. Oder noch besser ist, wenn sich ein Versicherungsmakler anmaßt folgende Aussage zu machen:

„ ich schreibe es einmal so, wie es mir ein befreundeter Betreuer vom Versicherer ausgedrückt hatte: Ich würde von einer Weltreise abraten, da sowohl die Erkrankung als auch eventuelle Folgeschäden nach einem Zuckerschock ( Nierenversagen usw. ) nicht mitversichert sind. Max Europa, weil hier zumindest die Mindestdeckung über die gesetzliche Krankenversicherung gewährleistet ist.

Er gab mir noch einen Tipp mit auf den Weg. Machen Sie ggf. einen Probeantrag bei der XXXXXXXXXXXXX. Dort kann u.U. die Krankheit gegen einen Risikozuschlag mitversichert werden, allerdings werden Sie vermutlich auf Grund der Ihnen dann angebotenen Prämie schwer ins Grübeln kommen.“

Sein Glück, dass er mir diese Information nicht persönlich, sondern per E-Mail zukommen lassen hat. Mein Kommentar hierzu: was für eine Anmassung und da hat wohl jemand seinen Job nicht richtig gemacht und hat sich schlecht Informiert!

Nach diesen Fehlschlägen, habe ich angefangen mich selber an die Versicherungen zu wenden. Hierbei kam ich zu dem Resultat, dass 80% der Langzeit-Auslandskrankenversicherungen einen direkt komplett ablehnen und der Rest einen nur unter Ausschluss von chronischen Krankheiten aufnimmt. So viel zum Thema Sozialsystem in Deutschland, wobei wir uns ja eigentlich nicht beschweren dürfen, zumindest nicht, solange man nicht aus dem Standard raus fällt. Meine Langzeit-Auslandskrankenversicherung läuft inzwischen über die Hanse Merkur (welche auch als Testsieger gilt). Diese versichern einen zumindest, jedoch auch nur unter Ausschluss von chronischen Krankheiten, aber dennoch werden unvorhergesehene Vorkomnisse auch zum Thema Diabetes abgedeckt.

Diese Langzeitauslandskrankenversicherung ist bis zu 5 Jahre gültig und es kann zwischen verschiedenen Preis- und Leistungsklassen variiert werden. Hier gibt’s die genauen Informationen dazu:

Hanse Merkur

Nachdem dieses schwierige Thema einen Abschluss gefunden hatte, jedoch leider nicht ganz zufriedenstellend, kam die nächste Frage auf: Wie versorge ich mich unterwegs mit all den Dingen die ich für meinen Diabetes benötige?

Hier bekam ich dann glücklicherweise Unterstützung von meinen Ärzten, welche mir einen kleinen Vorrat verschrieben haben. Ebenfalls hat mich hierbei sehr die Hahn und Hahn Diabetes Apotheke unterstützt. Auf diesen Vorrat wiederrum habe ich durch meine Mutter zugriff. Sie wird mir glücklicherweise zuschicken was ich dringend benötige. Hierzu musste ich mir auch erst mal was ausdenken, da man Insulin nicht ganz so einfach verschicken kann, besonders nicht nach Übersee. Hierbei besteht die Gefahr einer Überhitzung oder das es gefriert. Beides wäre mehr als schlecht, da Insulin hierbei kaputt geht und nicht mehr verwendet werden kann. Dazu kam mir die Idee durch viele Gespräche mit Handwerkern: Mein Insulin wird zuerst von Coolpacks und Blubberfolie geschützt (auf diesen Anfang bin ich durch den Versand meines Insulins durch meine Apotheke gekommen) danach wird dieses Päckchen in Styrodur noch zusätzlich als Temperaturdämmung verpackt und in einem Päckchen mit weiterem Zubehör an mich Versand. Hier bin ich selber auch schon sehr gespannt wie das in der Praxis wirklich funktioniert. Werde hierzu dann, nach dem ersten Erhalt eines Paketes, einen Kommentar schreiben.

Mit der Zeit festigte sich auch der Plan wohin ich überall möchte. Dann kam die Überlegung wie ich durch die verschiedenen Länder reisen werde. Da ich in einigen Abschnitten meiner Reise Vorräte für meinen Diabetes Typ 1 dabei haben muss, und zwar für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr, musste ich von der Idee, eine reine Rucksackreise zu machen, Abstand nehmen. So entstand nach und nach das Bild in meinem Kopf: jeweils ein Jahr Work & Travel in Neuseeland und Australien, dann ein Jahr quer durch Asien mit einem kleinen eigenen Bus, und dann jeweils ca. ein halbes Jahr quer durch Südamerika und Südafrika. Dazu muss man aber sagen, dass dies nur ein ganz grober Plan ist. Wie jeder Reisende weiß, liegt zwischen einem Plan und der Wirklichkeit ein riesen Unterschied. Also bin auch ich gespannt was wie und wo wirklich klappt.

Dann kam der nächste Schritt: Beantragung meines ersten Working Holiday Visums für Neuseeland. Das tat ich dann auch direkt online, hierbei muss man auch mit angeben ob bestehende Krankheiten und ob ein Schwerbehindertenausweis usw. vorhanden ist. In meiner Jugend habe ich mich gegen meinen Schwerbehindertenausweis entschieden und diesen wieder abgegeben. Nachdem ich mit der Angabe, dass ich Diabetes Typ 1 habe, meinen Antrag weg geschickt habe, bekam ich die Antwort, dass ich zu einem von Neuseeland autorisierten Arzt muss. Bei dem einzigen für Stuttgart zuständigen Arzt habe ich dann einen Termin gemacht und mich untersuchen lassen. Diese Untersuchung hat mich dann privat 335 € gekostet, obwohl all die benötigten Unterlagen bei meinen Ärzten schon vorhanden waren. Wenn alle Laboruntersuchungen da sind, bekommt man die entsprechenden Unterlagen. Diese muss man dann vorab per E-Mail und im Original per Post an das entsprechende Amt in Neuseeland verschicken.

Als dann die grausame Wartezeit vorbei war, bekam ich zum Glück die freudige Antwort, dass mir ein Working Holiday Visum für Neuseeland gestattet wurde.

Nach reichlicher Überlegung habe ich mich dann auch noch dazu entschieden, mir von der Organisation Praktikawelten helfen zu lassen. Dies habe ich gemacht, da ich hier dann eine feste Postadresse habe, an welche meine Mutter mir mein Zubehör schicken kann. Und natürlich auch aufgrund der anderen Hilfe, wobei diese eher zweitrangig war. Diese Unterstützung kostet ohne Flug (was nur Ausnahmsweise möglich ist) 590 €.

Mein letzter und einfachster Schritt war dann: Die Flugbuchung. Dies ist mir dann auf den 02.11.2014 für 678,90 € mit China Airlines gelungen.

Aktuell sicher ist nur:

Mein Flug nach Auckland am 02.11.2014

    • Mein Flug nach Auckland am 02.11.2014
    • Eine Abholung am Flughafen in Auckland
    • Die ersten 3 Übernachtungen im Hostel

Voller Erwartungen und Gespanntheit zähle ich jetzt die Tage bis zum 02.11.2014…

 

After a long time of searching for diabetes and world travel on the internet , it felt long, at least , I realized that even in the year 2013, not all information is online.

The first and hardest step was to save up money for my dream. For this, I worked hard and in more than one job at the same time.

Then, the next big and decisive issue was finding long-stay travel health insurance. First, I called different insurance brokers. They disappointed me greatly. What usually happened was: You ask, they tell you that they are the best and of course they can help you. After a few times, they no longer answer. Or, even better, you get replies like this:

“I’m going to write it, as a friend at the insurance company explained it to me: I would recommend against a trip around the world, as your illness and possible resultant issues after a blood sugar event (like kidney failure) are not covered. At most, travel around Europe, because the public health insurance covers the minimum…”

He gave me one tip on my way: Try applying with insurance XXXXXXX. They might be able to cover you for an additional risk based fee. You will probably rethink things after they make you an offer, though…“

Luckily for him, this was per email and not personally. My view: what an assumption and someone is not doing his job correctly and has not done his homework!

After these failures, I contacted insurance companies directly. I found that 80% of the companies reject you outright, and the rest will exclude chronic illnesses. So much for social security in Germany, which is normally not something you can complain about, unless you fall outside the norm. My insurance is now through the (award winning) Hanse Merkur. They will insure you, but also excluding chronic illnesses. However, they will cover unforseen issues caused by Diabetes.

This long-stay travel health insurance runs for 5 years and offers different price and service levels. You can find the information here:

Hanse Merkur

After this difficult question was answered, even if it wasn’t to my complete satisfaction, the next issue was: How do I supply myself with all the things I need for my diabetes?

Thankfully, I received support from my Doctors, who were able to prescribe me enough to stock up. Also, Hahn and Hahn Diabetes Pharmacy helped me greatly. I am leaving this stock with my Mum, who will send me what I require. I needed to figure out something first, though. Insulin is not easy to post, especially to overseas. The problem is that there is a danger of overheating or freezing. In either case, the insulin becomes unusable. I had an idea after talking to some craftsmen: My insulin will be packed with bubble wrap and cooling packs (which is how the pharmacy sends me Insulin), then packed in Styrofoam as additional thermal insulation, and subsequently sent to me with any other stuff I need. I’m waiting to see how that works out in practice. I’ll be writing about what happens here, when I receive my first care package.

With time, I planned out where I want to visit. Then came the thoughts on how I could travel there. Because I need to carry supplies for my type 1 diabetes on some legs of my journey, for up to a year, I had to give up the idea of backpacking. Bit by bit, I had a picture of what I wanted to do: one year work & travel each in New Zealand and Australia, then one year through Asia in my own van, then half a year each through South America and South Africa. This, however, is only a rough plan. As travellers know, the difference between plan and reality can be huge. I’m eager to see what and how it all develops.

Then came the next step: applying for the working holiday visa. This I did online. Here, you have to list all existing illnesses and if you have a registered disability. In my youth, I did not want a serious disability pass and returned it. After sending my application, including the information about my type 1 diabetes, I was told that I had to visit a New Zealand-authorised doctor. At the only doctor assigned to Stuttgart I made an appointment and was checked up. This cost me 335€ out of pocket, even though my own doctor had all the required information. After the laboratory results come in, you receive the documents. These need to go to the authorities in New Zealand first via email and then as an original.

After a horrible waiting period, I received the happy news, that a working holiday visa for New Zealand would be granted!

Having though about it for long, I decided that I would accept help from the Praktikawelten organisation. I did this mainly because this gives me a fixed postal address, to which my Mum can send me supplies. The other help they provide is nice, but secondary. This costs me, without flight (which is only possible as an exception) 590 €.

The last and easiest step was booking the flight. I managed to find one on the 2nd November 2014 for 678,90€ with China airlines.

Currently, the only fixed points are:

  • Flying into Auckland on the 2nd Nov. 2014
  • Getting picked up at Auckland Airport
  • The first three nights in a Hostel

In eager anticipation, I am counting the days until the 2nd Nov. 2014…


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